Die Schmetterlinge in der Robert-Schumann-Stadt Zwickau


Vom 02. bis 05. Juni 2011 flatterten die Schmetterlinge nach Sachsen, in die Robert-Schumann-Stadt Zwickau.

In der Friedenskirche (Lessingstraße 8, 08058 Zwickau) haben sie einige Tage verbracht und miteinander gesungen und musiziert.

Unter www.friedenskirche-zwickau.de findet sich unter der Rubrik Ereignisse 2011 ein kleiner Bericht und sogar einige Hörproben und Bilder vom Sonntagsgottesdienst am 05.Juni. 

Hier nun der Bericht über die Zeit in Zwickau:

Am Donnerstag (02.06.) kamen sie aus allen Himmelsrichtungen angeflattert - die Schmetterlinge - aus dem Erzgebirge, aus Chemnitz, Dresden oder Leipzig, aus dem Vogtland, sogar vom Bodensee und aus dem Ostfriesland kamen zwei. Natürlich waren auch Zwickauer mit dabei! Das Stimmengewirr füllte bald die Friedenskirche. Nach einer Begrüßung durch Verona und Lutz ging es auch schon los - üben, was das Zeug hält. O.k., es gab dazwischen immer mal ne Pause, aber das Üben macht auch viel Spaß. Toll war, dass auch immer wieder mal ein paar Ehemalige vorbeischauten. Auch unsere Chormuttis legten sich mächtig ins Zeug, es schmeckte wieder hervorragend! Danke Euch, Ihr guten Seelen! Am Abend waren wir natürlich erschöpft, aber es war ja spannend, bei wem wir ins Quartier kommen werden. Dankenswerterweise haben uns Glieder der Zwickauer, Planitzer und Schönfelser Gemeinden bei sich aufgenommen.

Der Freitag (03.06.) begann für einige mit einem gemeinsamen Frühstück bei Verona, und für alle mit verschlossenen Türen an der Kirche. Verona hatte sich eine besondere Andacht ausgedacht und unsere Gedanken von Äußerlichkeiten auf das Wesentliche der Kirche und des Glaubens gelenkt. Eine besondere Erfahrung: barfuss die Kirche zu betreten. Natürlich wurde am Vormittag wieder ordentlich geübt. "David - ein echt cooler Held" musste ja aufführungsreif werden, genauso wie die anderen Lieder. Nach dem Mittagessen gab es die zweite Prüfung für Elisa, Jonathan, Friedrun, Heinrich und Sebastian - und sie haben alle fünf bestanden! Glückwunsch! Währenddessen hat Johannes die Probe des Restchores geleitet. In den Pausen wurde natürlich auch viel geübt - Texte gelernt, Jugendchor, Bläserchor, Instrumentalstücke usw. Der Tag war zwar ganz schön anstrengend, aber die Quartiereltern konnten wir trotzdem noch auf Trab halten ...

Auch am Samstag (04.06.) gab es eine Andacht, in der wir uns in den Kirchenraum hineinfühlten, -hörten und sangen. Auch heute stand das Üben im Vordergrund. Allerdings war der Vormittag nicht so sehr lang, weil wir um 12 Uhr einen Termin im Johannisbad in Zwickau hatten - Wasser-Aerobic war angesagt, anschließend waren wir noch Eis essen. Währenddessen hatte Lutz eine goldene Hochzeit in seiner Gemeinde zu gestalten. Als es um vier dann weiter ging, war noch die Stellprobe zu absolvieren, was ja immer eine heikle Sache ist, weil nicht jeder, der von Wuchs her klein ist, auch in der ersten Reihe stehen will ... Dann noch ein bissel geprobt in der Kirche und schwups, war es soweit: Erst ein leckeres Pizzaabendbrot, das die Gemeinde Zwickau uns spendierte und dann unser Spieleabend. Bei dem tollen Wetter natürlich im Freien! Also tobten wir über das Kirchengrundstück, belagerten Veronas Schaukel und Trampolin, machten Spiele, die wir verstanden hatten und auch solche, deren Sinn bis zum Schluss einigen unklar war ... Auch mit Verona und Lutz wurde ein Spiel gemacht - wobei der Verdacht nahe lag, so behauptet es zumindest Lutz, dass es ein abgekartetes Spiel war. Denn Lutz verlor (natürlich). Als Strafe musste er für Verona einen Kuchen backen und ihn am nächsten Morgen im Gottesdienst überreichen. Alle behaupteten, es sei kein abgekartetes Spiel gewesen. Komisch nur, dass Martina (die Frau von Lutz) schon vor dem Spiel wusste, dass noch ein Kuchen zu backen wäre ...Die letzten Schmetterlinge verließen das Grundstück dann gegen halb zwölf (darf ich das hier überhaupt schreiben?), um noch vor Mitternacht im Quartier zu sein.

Und schon war Sonntag (05.06.). Manchmal vergeht die Zeit wie im Flug. Heute feierten wir mit den Zwickauern, Planitzern, Schönfelsern, Altenburgern und vielen Menschen aus vielen anderen Orten Gottesdienst. Wir hatten uns schon sehr drauf gefreut. Irgendwie haben Lutz und Verona sich ein bissel mit der Zeit vertan, denn trotz Programmkürzung ging der Gottesdienst fast zwei Stunden. Aber es war ein toller Gottesdienst! Der Funke sprang auf die Zuhörer über, die mitsangen, schnipsten oder wenigstens mit dem Fuß wippten. Auch wenn es spät wurde, hatte unser Singen und Musizieren offensichtlich gut gefallen. Wir haben es selber kaum gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen war. Unser Gastkind Lara war glücklich, als der Gottesdienst vorbei war, sie hatte es geschafft, so lange durchzuhalten! Am Ende überreichte Lutz an Verona den ominösen Kuchen (Martina hatte ihm natürlich das Backen abgenommen). Eigentlich war nun Schluss, denn die Zugabe war schon vorbei ... doch die Schmetterlinge wollten einfach nicht aufhören ... so sangen sie auch ohne Lutz einfach weiter. Den Leuten hats offensichtlich gefallen! Wir haben uns gefreut, dass unsere Helke (fast 40 Jahre lang war sie eine der Chormuttis des Chores) extra aus Dresden angereist war, um uns zu hören!

Am Schluss bleibt uns nur, danke zu sagen: den Gastgebern in der Gemeinde und in den Quartieren, allen, die zum Gelingen dieser Tage beigetragen haben, den Chormuttis für das leckere Essen und saubere und gebügelte T-Shirts, Verona und Lutz für das Organisieren und mit uns Üben. Nicht zuletzt danken wir Gott, der uns in allem behütet und uns Freude und Gelingen geschenkt hat.