Die Schmetterlinge im Vogtland - auf dem Gemeindebezirk Rodewisch


Vom 21. bis 24. Mai 2009 flogen die Schmetterlinge ins schöne Vogtland in Sachsen! Wir waren auf dem Gemeindebezirk Rodewisch zu Gast und fühlten uns da richtig wohl! Hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was wir in Rodewisch so gemacht haben:

Donnerstag, 21.5.2009:

So kurz vor neun war alles noch ruhig um die methodistische Kapelle im kleinen Städtchen Rodewisch. Alles sah noch ein wenig verschlafen aus. Doch das sollte sich bald ändern. So nach und nach flatterten immer mehr Schmetterlinge in und um das schmucke Gotteshaus. Ein wunderschön blühender Rhododendron zog die Schmetterlinge ja auch magisch an ... Fast pünktlich, also kurz nach 10 Uhr, begrüßten Verona und Lutz die angereisten Kinder und Jugendlichen - es sollten diesmal ganz schön viele werden: über 60! Und das, obwohl einige fehlten. Wir begannen auch gleich damit, die Lieder vom letzten Mal zu wiederholen. Am Anfang wollte es gar nicht so richtig gehen, denn viele waren unaufmerksam - es gab ja auch soooo viel zu erzählen! Schließlich sehen sich viele wirklich nur zweimal im Jahr! Und auch die neuen (kleinen) Schmetterlinge konnten sich noch nicht so richtig konzentrieren. Aber im Laufe des Tages gewöhnten sich alle daran, wie es nun die nächsten 3 Tage laufen sollte. Unsere Chormuttis Andrea und Estrid kochten wieder leckeres Essen für uns: heute gab es Nudeln mit oder ohne Wurst, mit oder ohne Tomatensoße, mit oder ohne Käse oder mit oder ohne allem ... Unsere Helke konnte leider nicht mit dabei sein, aber wir freuten uns schon darauf, sie vielleicht am Sonntag im Gottesdienst zu sehen. Eine Vorstandssitzung gab es nach dem Mittagessen. Wir besprachen u.a., ob und wie wir das von Recklinghausen vorgeschlagene Sommer-Projekt 2010 verwirklichen können. Als erstes werden wir wohl die Eltern der Schmetterlinge befragen müssen, ob eine Sommeraktion überhaupt denkbar ist. Während der Sitzung übernahm Anna T. den Platz am Dirigentenpult. Danke Anna! Dieser Tag war natürlich schnell vorbei, weil Lutz und Anna uns alle ganz schön forderten. Aber es macht ja auch Spaß! Am Abend stellte sich noch die spannende Frage: Wer wird mit wem bei wem im Quartier sein? Pünktlich um 20.00 Uhr kamen die Gastgeber und holten ihre Übernachtungsgäste ab - und tatsächlich: jede und jeder fand auch ein Bett!

Freitag, 22.5.2009:

Am Freitag ging es früh um 9.00 Uhr los. Verona hielt mit uns eine Morgenandacht und dann ging es gleich wieder richtig zur Sache: Einsingen und Proben. Zwischendurch gab es immer wieder mal einige Informationen: so z.B. wollen wir am CS-Sängerfest in Dresden am 2.5.2010 teilnehmen und haben dafür die Einladungen erhalten. Auch heute versorgten uns Andrea und Estrid super: Kartoffeln, Rührei und Gurkensalat waren die Renner des Tages, wenn es auch durch diverse fehlende Brillen zu einer kleinen Zeitverschiebung kam ... Aber das war nicht schlimm, wir zogen einfach eine Probe vor. Das Wetter war heute nicht so toll, es regnete und hagelte zwischendurch immer wieder mal. Einige hielt es trotzdem nicht drinnen, was zur Folge hatte, dass sie einiges an Dreck in der Kirche verbreiteten. Aber gemeinsam haben wir auch diese Bescherung beseitigen können. Als dann um 20.00 Uhr die Quartiereltern kamen, waren alle ganz schön müde und kaputt, aber wir haben einiges schaffen können.

Samstag, 23.5.2009:

Auch heute begannen wir um 9.00 Uhr mit der Morgenandacht von Verona. Es versprach, ein spannender Tag zu werden: immerhin standen heute neben den Proben auch eine ganze Menge Prüfungen auf dem Plan: 4 erste Prüfungen und 8 zweite. Außerdem wurde heute der neue Bundespräsident gewählt und es entschied sich, wer Deutscher Fußballmeister wird. Letzteres hielt viele der Jungs in Atem - es wurde sogar getippt (Jonathan V. hatte dabei die Nase vorn). Nachdem wir am Vormittag unser Programm für heute Abend noch mal durchgegangen waren, gingen die Prüfungen los, während Anna wieder als Dirigentin das Zepter übernahm. Vor dem Mittagessen konnten die vier ersten Prüfungen erfolgreich abgeschlossen werden: Lina und Theresa aus dem Ostfriesland, Lena aus Thüringen und Sophie aus Rodewisch sind jetzt probehalber mit dabei und werden dann im Herbst ihre zweiten Prüfungen absolvieren. Nach dem Mittagessen, das

 auch heute wieder lecker war (Reis mit asiatischem Gemüse und "Ofentopf") nahmen wir die zweiten Prüfungen in Angriff. Auch hier wurde Lutz durch Anna am Dirigentenpult vertreten. Acht Kinder stellten sich der zweiten und damit entscheidenden Aufnahmeprüfung: Sarah aus Baden-Württemberg, Richard, Leah, Lukas, Marlene und Deborah aus dem Erzgebirge, Johanna aus dem Vogtland und Adele aus Leipzig. Fast alle haben ihre Prüfung auch bestanden, nur Richard muss noch zittern - er darf im Herbst seine Prüfung noch mal wiederholen. Es war im Übrigen eine sehr lustige Prüfung - besonders als Adele dran war. Erst lümmelte sie sich auf den Tisch und schaute Lutz ganz frech an und als der ihr den Tipp gab, sie solle sich doch gerade hinstellen zum singen, fragte sie: "Warum?" Dann sollte sie den Text von "Wir loben dich" ansagen. Da heißt es in einer Strophe am Ende: "... und du bleibst es auch in alle Ewigkeit." Dieser Satz fiel Adele aber nicht ein. Lutz soufflierte: "... und du bleibst es auch... " und Adele sprach weiter: "... in Ewigkeit. Amen." Nach den Prüfungen und einer nochmaligen Probe schafften wir in der Kirche ein wenig Ordnung. Das war auch nötig ... Dann holten uns unsere Quartiereltern mit dem Auto ab und brachten uns nach Falkenstein in die dortige EmK. Denn hier hatten wir unser erstes Konzert. Bei herrlichem Wetter machten wir als Abendbrot ein Picknick im Kirchengarten. Lina war es plötzlich vor lauter Aufregung ganz schlecht, sie musste sich sogar hinlegen und konnte gar nicht mit beim Konzert dabei sein. Pünktlich um 19.00 Uhr begann unser Konzert. Es ließ sich ganz toll singen in der Falkensteiner Kirche. Eine super Akustik! Und wir waren richtig gut drauf und machten wenig Fehler! Die Gemeinde dort war ganz begeistert und forderte noch zwei Zugaben, die wir natürlich gerne gaben. Nach dem Konzert ging es in die Quartiere - Lutz ist mit den großen Jungs aber erst noch in die Rodewischer Kirche zurückgefahren, da ja die Instrumente dort wieder aus den Autos geladen und in die Kirche gebracht werden mussten. Danke Jungs für Eure Hilfe! Und Leah, die ein wenig von Heimweh geplagt war, war glücklich, dass ihre Mutti sie heute mit nach Hause nahm. Morgen früh wird sie aber pünktlich in Rodewisch sein!

Sonntag, 24.5.2009:

Bereits um 8.30 Uhr mussten heute alle da sein - Einsingen und Ansingen war angesagt. Alle waren noch ganz schön müde. Da wurde wohl doch Wolfsburg, der Deutsche Fußballmeister, am Vorabend gefeiert? Lutz mühte sich redlich, die Schmetterlinge zu "ermuntern". Die Rodewischer Kirche füllte sich dann ganz schön. Es war kaum noch ein Platz zu bekommen. Es macht Spaß, vor so vielen Leuten zu singen! Da kam doch plötzlich ein bekanntes Gesicht herein: Helke und ihr Mann waren extra aus Dresden angereist, nur um uns heute zu hören. Mit einem donnernden Applaus wurde Helke begrüßt. Auch dieser Gottesdienst ist uns ganz gut gelungen, obwohl bei einem Lied mal der Text ganz schön wackelig war ... Lutz hat tüchtig die Augen verdreht. Große Begeisterung hat auch heute unsere "Brassband" ausgelöst mit ihrem Lied "Hevenu Schalom" - für Blechbläser, Gitarre und Trommel. Nach dem Gottesdienst lagen sich alle in den Armen: "Schön war es wieder gewesen! Wann sehen wir uns wieder? Alles Gute und Gottes Segen für Dich!" - so hörte man immer wieder. Und so manche Träne floss. Abschied tut immer ein bisschen weh. Aber wir sehen uns ja bald wieder: im Herbst gehts nach Wädenswil in die Schweiz.

Ihr lieben Rodewischer, habt herzlichen Dank, dass Ihr uns aufgenommen und ertragen habt. Wir hoffen, Euer Kirchlein hat den Ansturm unbeschadet überstanden! Herzlichen Dank für Eure Gastfreundschaft! Es war schön bei Euch. Euch allen wünschen wir Gottes Segen!
Liebe Verona, liebe Andrea, liebe Estrid und lieber Lutz, habt auch Ihr herzlichen Dank für Eure Mühe! Danke, dass Ihr das Projekt Kinderchor möglich macht!
Lieber Gott, auch Dir danken wir ganz herzlich, dass Du uns diese schönen Tage geschenkt und dass Du uns in allem behütet und bewahrt hast!