Die Schmetterlinge im Erzgebirge - auf dem Gemeindebezirk Neudorf


Vom 13. bis 16. Mai 2010 flogen die Schmetterlinge hoch ins schöne Erzgebirge in Sachsen! Wir waren auf dem Gemeindebezirk Neudorf im Sehmatal zu Gast und fühlten uns dort so richtig wohl - trotz des schlechten Wetters! Aber lest selbst, wie wir diese Tage erlebt haben:

Donnerstag, 13.Mai: 

So gegen 09.30 Uhr wurde es in und um die Cranzahler EmK lebendig. Immer mehr Autos hielten an oder suchten einen Parkplatz. Aus ihnen quollen fröhliche Kinder und Jugendliche hervor. Viele von ihnen hatten ein Instrument in der Hand. Die Begrüßungen fielen herzlich aus, Mädchen wie Jungs, Große und Kleine, lagen sich in den Armen: "Schön, Dich wieder zu sehen! Ich freu mich so!" Es dauerte auch gar nicht lange, da erklangen schon die ersten Töne, gesungen oder gespielt von den Anreisenden. Ein Lieferwagen fuhr vor - Andrea und Estrid stiegen aus und sogleich packten viele Hände mit an, all die leckeren Sachen (Kuchen und Wurst und Obst und ...) in die Küche zu schleppen. Kurz nach 10.00 Uhr begrüßte Verona alle Angereisten - wieder einmal hat eine Kinderchorwoche begonnen. Auch Lutz begrüßte seine Schmetterlinge und stürzte sich mit ihnen gleich in die erste Übung. Dabei ging es erst mal darum, zu sortieren: weiß jeder, in welcher Stimme er singt, gibt es Jungs, die in die Männerstimmen wechseln müssen, richtiges Einsortieren der Gastkinder, Einsingen und hören: was ist vom letzten Mal noch da? Spannend war vor allem die Frage: Wie werden wir ohne Benne zurecht kommen - denn der hatte die letzten Jahre den Chor am Klavier begleitet, doch nun war er 
nicht mehr dabei. Etliche von uns hatten sich darauf vorbereitet, einige Lieder zu begleiten. Klappte das auch? Am Anfang nicht so recht. Aber es sollte im Verlauf der Woche noch werden. Die Cranzahler haben uns freundlich aufgenommen in ihre Kirche, in der von jetzt an Ausnahmezustand herrschte. Ein riesiges Glas mit Gummibärchen stand im Foyer - die Fotos beweisen: es hat nicht lange gehalten, zum Abendbrot war es leer ... Wie das nur kam? Neben Estrid und Andrea hatten wir diesmal eine neue Chormutti mit dabei, Dagmar. Herzlich willkommen bei uns! Sie wird die Nachfolgerin für Estrid, deren letzte Rüstzeit mit dem heutigen Tag begonnen hatte. Im Laufe des Tages gab es noch einige Ungereimtheiten bei der Quartierverteilung auszuräumen. Einige Schmetterlinge haben bei den Anmeldungen das Prinzip immer noch nicht verstanden, dass sie sich vorher miteinander absprechen sollen und nutzen auch das Forum noch immer nicht, in dem schon im Vorfeld alle wichtigen Infos zu finden sind. Nun mussten noch einige Betten und Schlafsäcke getauscht werden, aber es konnten alle Probleme zur Zufriedenheit aller gelöst werden. Puh, die erste Nacht kann kommen ... Gegen 20.00 Uhr - wir waren schon ganz schön erschöpft von einem langen Übungstag - ging es dann in die Quartiere. Immer eine spannende Sache ...

Freitag, 14.Mai: 

Alle waren heute morgen pünktlich aus ihren Betten gekommen und in der Cranzahler Kirche eingetroffen. Verona begann den Tag wie immer mit einer Andacht. Und auch dann hieß es wieder: üben, üben, üben ... Anna, ein Ex-Schmetterling, die heute sogar ihren 20.Geburtstag feierte, war gekommen, um mit uns ein neues Lied einzuüben (siehe Bild links unten). Hat auch super geklappt. Danke, Anna! Immer wieder einmal schauten ein paar Ex-Schmetterlinge bei uns rein und wir haben uns über ihren Besuch gefreut (Benne zum Beispiel). Heute haben wir auch den neuen Vorstand gewählt: Sarah K., Johanna S., Louisa, Johann W., Jonathan S. und Michael bilden nun unseren Vorstand. Herzlichen Glückwunsch! Nachdem wir fast den ganzen Tag geübt hatten, stand heute unser "bunter Abend" auf dem Programm. Wir hörten merkwürdige 
Geschichten aus einem kaputten Radio, sangen lustige Lieder, bekamen eine "Flo-Zirkus-Darbietung" geboten und spielten lustige Spiele. Dazwischen flossen aber auch ein paar Tränen - wir mussten uns von Estrid verabschieden, die 17 Jahre lang Chormutti bei uns war. Da kullerten nicht nur bei Estrid die Tränen ... Natürlich begrüßten wir auch Dagmar in unserer Mitte, die in Estrids Fußstapfen treten will. Auch unsere Andrea wird nicht mehr lange dabei sein - im Herbst wird wohl ihre letzte Rüstzeit kommen. Auch für sie gibt es schon eine Nachfolgerin, die heute mal mit reingeschaut hat: Conny. Auf sie freuen wir uns auch schon. Nach einigen weiteren lustigen und lautstarken  Spielen neigte sich auch dieser Abend langsam seinem Ende entgegen. Pünktlich wurden dann alle von den Quartiereltern abgeholt.

Samstag, 15.Mai: 

Auch heute musste noch mal kräftig geübt werden - Verona und Lutz hatten über Nacht die Programme für unsere beiden Gottesdienste fertig gemacht und jetzt ging es drum, noch mal alles durchzusingen und zu festigen. Salome, Johanna, Jonathan und Judith haben ganz schön geschwitzt am Klavier, aber am Ende waren wir zuversichtlich, dass alles klappt. Eine Stellprobe ist immer nervig, doch sie muss eben auch sein - Simon und Johann R. übernahmen dieses Amt (siehe Foto). Nach dem Mittagessen war für sieben Leute zweite Prüfung angesagt: Anjana, Johanna N., Helene, Rebecca, Paul, Eduard und Dominik. Musikalisch gabs eigentlich wenig auszusetzen, allerdings ließ die Textsicherheit sehr zu wünschen übrig (bei allen). Bei dreien war allerdings überhaupt kein Text zu hören, was Lutz und den Vorstand natürlich gar nicht erfreute. Also: bestanden hatten zwar alle, aber drei bekamen für heute und morgen "Konzertverbot" - bis auf die Lieder, die sie bis zum Auftritt noch fehlerfrei ansagen konnten. Tja Leute, Texte lernen ist wichtig!!! Während der Prüfung hat Johann R. dankenswerterweise die Probe geleitet. Halb drei fuhr dann der Bus vor, mit dem wir nach Antonsthal starteten. Dort gab es erst einmal ein leckeres Kaffeetrinken. Dann Stellprobe, Einsingen, Ansingen, Instrumentenproben usw. Um 17.00 Uhr begann dann unser Gottesdienst in einer überfüllten Kirche. Schön, dass so viel Leute gekommen waren. Am Klavier ging zwar nicht alles gut, aber trotzdem war uns der Abend ganz gut gelungen. Viele haben uns angesprochen und deutlich gemacht, wie sehr sie sich freuten, uns zu hören. Nach einem bombastischen Abendbrot brachte uns der Bus dann auch wieder sicher nach Cranzahl zurück. Wenn nur die Schmetterlinge nicht immer alles liegen lassen würden ...

Sonntag, 16.Mai: 

Heute trafen wir uns in Neudorf in der EmK - munter werden, ansingen, probieren. Auch heute war die Kirche überfüllt und es war tierisch heiß. Besonders gefreut haben wir uns, als unsere Helke auftauchte, unsere dritte Chormutti. Sie konnte wegen der pflege ihres Mannes nicht mit dabei sein, kam aber extra zum Abschlussgottesdienst aus Dresden zu uns. Toll! Helke, Dir viel Kraft weiterhin! Der Gottesdienst hat uns und den Zuhörern viel Spaß gemacht. Die meisten Sachen haben auch ganz gut geklappt. Heute haben unser Gastkind Salome zusammen mit Johann R. ein Instrumentalstück gespielt. Auch die Bläser waren heute einsatzfähig (siehe Bild). Mal sehen, wie das dann im Herbst wird, wenn Simon nicht mehr mit dabei ist. Nach dem Gottesdienst wurde noch lange und viel geredet, Tränen flossen beim Abschied. Immer wieder war zu hören: "Wir sehn uns ja bald wieder!"

Wir wollen uns herzlich bedanken für die Zeit, die wir in Cranzahl, Neudorf und Antonsthal verbringen durften. Danke an unsere Gastgeber, an die Quartiereltern, an Pastor und Gemeindereferentin, an viele fleißige Helferinnen und Helfer! Ein herzliches Dankeschön auch an die Eltern der Kinder, an die Chormuttis, an Verona und Lutz, dass sie durch ihre Spenden und ihre Arbeit diese Tage ermöglicht haben. Und nicht zuletzt danken wir Gott, der uns in dieser Zeit behütet und bewahrt hat.