Die Schmetterlinge in Mildenau (Erzgebirge)


Donnerstag, 5.5.2005

Das Erzgebirge wird sich gewundert haben, denn heute flatterten die Schmetterlinge nach Mildenau. Die neue Mildenauer Kirche mit ihrer herrlichen Akustik füllte sich mehr und mehr. Viele waren mit ihren Eltern gekommen. Wir begannen mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Als dann die Eltern (endlich) die Heimfahrt angetreten hatten, ging es richtig los.
Zunächst begrüßte Eva noch einmal alle ganz herzlich. Es war es ihr erstes Mal Kinderchor, das sie allein organisiert hat - da war Eva schon ein bisschen aufgeregt, aber das würde sie nie laut zugeben ... Nach der Andacht wurden die Neuen und die Gastschmetterlinge begrüßt (aus den Gemeinden Mildenau und Königswalde sangen einige Kinder mit, obwohl sie gar keine Schmetterlinge sind) und die Stimmen sortiert. Lutz fühlte allen gleich mächtig auf den Zahn, aber anders als in Hamburg hatten diesmal die meisten ihre Texte drauf. Geht ja auch gar nicht anders … 
Voller Spannung warteten die Kinder dann am Abend darauf, bei wem sie nun übernachten können. Es ist immer wieder spannend, auf diese Weise neue Leute kennen zu lernen.

Freitag, 6.5.2005

Auch der Tag heute war mit viel Üben ausgefüllt, das Wetter war eh nicht so, dass wir etwas hätten unternehmen können: grimmig kalt und immer wieder Regen oder Schneeregen. So konnten wir einige neue Lieder einüben. Macht einerseits viel Spaß, strengt aber auch ganz schön an. Zum Glück machen Eva und Lutz zwischendurch immer mal bissel Spaß mit … Auch ein paar ehemalige Schmetterlinge, die im letzten Herbst den Chor verlassen haben, ließen es sich nicht nehmen, uns zu besuchen. Heute haben wir auch den neuen Chorvorstand gewählt.

Samstag, 7.5.2005

Auch heute haben wir geübt, besonders natürlich die neuen Sachen, die müssen schließlich sitzen! Nach dem leckeren Mittagessen, das Helke, Andrea und Estrid uns zubereitet haben, war Aufnahmeprüfung angesagt. Zwölf neue Schmetterlinge konnten wir in unsere Reihen aufnehmen, darunter auch einige der Gastschmetterlinge, die sich spontan dazu entschlossen haben, die Prüfung zu machen. Am Nachmittag probte Lutz mit uns noch ein paar unsichere Stellen, ebenso übten wir unsere Aufstellung. Am Abend hatten wir in Mildenau einen Gottesdienst zu gestalten – die Kirche war richtig voll. Es hat riesig Spaß gemacht, vor so vielen Leuten in so einer tollen Kirche zu singen. Erschöpft aber glücklich ging es dann in die Quartiere. Lutz legte uns noch ans Herz, gleich schlafen zu gehen, weil wir am Sonntag auch noch einen Gottesdienst haben. Aber man muss ja nicht immer auf Lutz hören, oder?

Sonntag, 8.5.2005

Wir trafen uns heute nicht in Mildenau, sondern im Nachbarort Königswalde. Dort hatten wir den Sonntagsgottesdienst zu gestalten. Viele von uns waren ganz schön müde, hätten wohl doch auf Lutz hören müssen und früher schlafen gehen?! In der Kirche ging es ziemlich eng zu: zum einen hatten wir im Altarraum kaum Platz, um uns als Chor mit allen Instrumentalisten aufzustellen (zum Glück hatte der Pastor vorher zwei Bänke rausgeräumt); zum anderen waren so viele Leute gekommen, dass viele von ihnen stehen mussten und wir bei unserem Einzug in die Kirche kaum durchkamen. Es ist schön, wenn so viele Menschen etwas von Gott hören wollen. Sie sind doch hoffentlich nicht nur wegen uns gekommen … Danach war es wieder Zeit, Abschied voneinander zu nehmen, das war wie immer mit viel Tränen verbunden. Aber wir sehn uns ja wieder, spätestens im Oktober! Wir freun uns schon darauf! Bis dahin allen Schmetterlingen eine gute und behütete Zeit!

 

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