Die Schmetterlinge auf dem Gemeindebezirk Mainz-Wiesbaden in Mainz-Kostheim:


Vom 08. bis zum 14. Oktober 2007 waren wir auf dem Gemeindebezirk Mainz-Wiesbaden (in Mainz-Kostheim) zu Gast. Die Gemeinde hat uns herzlich aufgenommen und wir konnten dort eine tolle Woche erleben.

Genaue Anschrift: Evangelisch-methodistische Kirche, Gemeindezentrum Friedenskirche; Anton-Hehn-Str. 30; 55246 Mainz-Kostheim; Telefon: 06134/291865. Homepage: www.emk-mainz-wiesbaden.de.

Hier nun ein kurzer Bericht über diese Woche:

Montag, 8.Oktober 2007
Schon früh am Morgen ging es los: Jürgen sammelte mit seinem Bus an einigen Einstiegsstellen die Schmetterlinge auf - in Antonsthal, Schwarzenberg, Aue und Zwickau. Manche hatten schon eine längere Anreise bis zu diesen Einstiegsstellen hinter sich, die Dresdener zum Beispiel. So nach und nach füllte sich der Bus. Es gab viel zu erzählen, so kam uns auch die Fahrt nicht lang vor. Als wir auf einer Autobahnraststätte Rast machten, stellte sich heraus, dass die beiden Busse, die neben uns standen, besetzt waren mit dem Dresdner Kreuzchor. Ganz so berühmt sind wir
 zwar nicht, aber es war cool, einen kurzen Plausch mit ihnen zu machen. Wohlbehalten kamen wir dann in Mainz-Kostheim an, wo wir schon erwartet wurden: die Gemeinde hatte ein leckeres Kaffeetrinken vorbereitet und wartete gespannt auf uns. Nach einer ordentlichen Stärkung nahmen wir das Gemeindezentrum in Besitz: Stühle und Tische wurden umgeräumt, eine Trennwand aufgebaut, die Schlafplätze verteilt, die Lumas aufgepumpt und die Schlafsäcke aufgerollt. Harald hatte in bewährter Weise das Chaos gut im Griff und schnell geordnet. Platz hatten wir in diesem tollen Gemeindezentrum ja genug. Die Tischtennisplatte und der Kicker waren ziemlich schnell umlagert. Doch es dauerte gar nicht lange, da rief Lutz schon zur ersten Probe. Wir waren alle noch ein wenig unkonzentriert, doch am Mittwoch ist bereits das erste Konzert, da heißt es: üben! Auch nach dem Abendbrot, das uns unsere Chormuttis gezaubert haben, ging es noch mal weiter mit dem Üben. Um 22.00 Uhr sollte dann Nachtruhe sein - es hat aber doch ein bissel länger gedauert, bis alle Schnattermäuler ruhig waren und schliefen ...

Dienstag, 9.Oktober 2007
Der Dienstag begann mit einem Weckruf von Harald, einem leckeren Frühstück und einer Morgenandacht, die uns
Harald hielt. Heute stellte sich heraus, dass die Dusche im Gemeindezentrum defekt ist. So musste erst einmal der Monteur ran. Aber im Laufe des Tages konnte der Schaden behoben werden. Dieser Dienstag sollte unser härtester Tag werden - den ganzen Tag üben. Zum Glück wechselten sich verschiedene Übungseinheiten ab, so dass wir immer mal was anderes machen konnten. Am Nachmittag freuten wir uns über eine Unterbrechung unserer Übungszeit, denn wir bekamen hohen Besuch: unsere Bischöfin, Rosemarie Wenner kam zu uns. Wir stellten ihr die Arbeit unseres Chores vor und sangen ihr natürlich auch ein paar Lieder. Auch hatte sie Gelegenheit, uns über unsere Chorarbeit zu interviewen. Doch dann drehten wir den Spieß um: auch wir wollten bissel was wissen über die Arbeit einer Bischöfin und über sie selbst. So stellte sich z.B. heraus, dass sie (oder vielleicht doch mehr ihr Mann?) Fan vom FC Erzgebirge Aue ist. Einige von uns hatten tausende Fragen: Maximilian und Florian L. fragten ihr geradezu ein Loch in den Bauch. Die lustigste Frage war wohl die: "Warum ist man, wenn man zum Bischof oder zur Bischöfin gewählt wird, immer schon so alt?" Alle haben natürlich herzhaft gelacht, da sie ja mit Anfang 50 gar nicht soooo alt ist ... Aber sie hat mit einem Lächeln jede noch so schwierige Frage beantwortet. Und wir haben gemerkt: auch eine Bischöfin ist ein ganz normaler Mensch. Nachdem schon fast alles gesagt war, musste Nina nur noch etwas klarstellen: "Wir sind nicht immer so lieb wie heute, wir können auch anders!" Ob das jetzt eine Drohung sein sollte und an wen die gerichtet war, das blieb offen und weiß sicher nur Nina allein. Nachdem wir noch ein Lied gemeinsam mit unserer Bischöfin gesungen haben (Was ich erträume) und wir ihr unsere DVD von unserer letzten Herbsttour nach Lückendorf (Oberlausitz) geschenkt haben, sprach sie uns den Segen Gottes zu und nahm von uns Abschied. Für uns war diese Begegnung ein eindrückliches Erlebnis - vor allem, dass unsere Bischöfin sich diese Zeit genommen hat, um uns zu besuchen, fanden wir richtig toll. Kaum war sie weg, gingen auch schon die Proben weiter. Bis zum späten Abend ging das so. Wir waren ziemlich erschöpft, als es dann endlich hieß: Nachtruhe! Heute war auch viel schneller wirklich Ruhe.

Mittwoch, 10.Oktober 2007
Auch der Mittwoch begann mit einem Weckruf, einem leckeren Frühstück und einer Andacht von Harald. Zunächst haben wir natürlich wieder geübt - konkrete Vorbereitung auf das Konzert heute Abend. Auch der Mädchen- und Jugendchor hatte seine Probe. Andere mussten noch Texte lernen. Fast jeder fürchtete sich, Lutz zu begegnen, weil der ständig nach irgendeinem Text fragte ... Am Nachmittag warf Jürgen den Bus an und wir starteten in den Hunsrück. Nach Simmern führte uns unser Weg. In der dortigen Gemeinde wurden wir liebevoll empfangen. Zunächst natürlich das "Übliche": Stellprobe, Ansingen usw. Es war ein bissel eng für uns alle, aber dafür gemütlich! Die Gemeinde hatte ein köstliches Abendbrot gezaubert: Würstchen, Salate und (der Höhepunkt) verschiedene Puddings. Hmmm ... Lutz hatte schon wieder Angst, wir könnten vor dem Konzert zu viel futtern und dann nicht mehr singen. Aber wir sind doch clever, das passiert uns doch nicht ... ! Dann begann das Konzert - wir sangen vor einer kleinen, aber sehr dankbaren Gemeinde. Und es machte uns riesig Freude. Lutz meinte hinterher, dass das Konzert ganz ordentlich war. Noch ein bissel aufgedreht machten wir uns auf die Heimfahrt. Lutz versuchte uns, mit einer Gute-Nacht-Geschichte zu beruhigen. Dabei ging es um ein kleines, süßen blondes Mädchen und ihre Erlebnisse. Wieso nur fühlte sich Sarah immer angesprochen? Die Geschichte zeigte Wirkung: zu Hause angekommen sanken wir recht schnell in unsere Schlafsäcke.

Donnerstag, 11.Oktober 2007
Heute ließen wir es ruhiger angehen: erst mal bissel länger 
schlafen! Dann wieder Frühstück und Andacht. Auch heute gab es natürlich Proben. Und auch zweite Chorprüfung. Jonas hat sie geschafft, Glückwunsch! Du gehörst jetzt richtig zu uns! Neben den Proben gönnten wir uns heute aber auch mal was: wir waren shoppen im Main-Taunus-Zentrum (einem riesigen Einkaufstempel) und schwimmen in der Rhein-Main-Therme in Hofheim. Dort gab es einige Vorkommnisse: da gab es in den Sprudelgrotten plötzlich christliche Lieder zu hören, in den Rutschen erschallten Kanons und in der Vorhalle gaben wir noch ein kleines Mini-Konzert für die Mitarbeiter des Bades. Judith H. hatte sich beim Rutschen am Fuß verletzt und wurde vom Bademeister und den Chormuttis "gerettet" und verarztet. Es sah erst mal gefährlich aus, war aber dann doch halb so schlimm. Wer meinte, wir wären am Abend dann ganz kaputt gewesen, der irrt. Als wir in Kostheim wieder einflogen, waren schon wieder die Stimmen und Instrumente der Schmetterlinge zu hören. Schließlich haben wir ja noch 3 Konzerte!

Freitag, 12.Oktober 2007
Auch heute haben wir bissel länger geschlafen - es zeigte sich langsam, dass manche in dieser Woche vielleicht doch mal hätten früher schlafen sollen. Aber die meisten gaben sich keine Blöße und nahmen die Proben dieses Tages in Angriff, wenn auch anfänglich alles sehr müde klang. Aber Lutz verstand es, uns munter zu machen. Am Nachmittag karrte Jürgen uns nach Bad Kreuznach. Gar nicht so einfach, die Kirche dort zu finden, wenn die betreffende Straße als gesperrt ausgeschildert ist ... Aber wir sind angekommen! Auch dort wurden wir bereits erwartet. Zunächst aber hieß es wieder: Stellprobe und Ansingen. Dann erwartete uns auch hier ein tolles Abendbrot, das die Gemeinde für uns vorbereitet hatte. Nachdem wir uns gestärkt hatten, begann das Konzert. Es stellte sich heraus, dass ein "Fanclub" aus dem Erzgebirge angereist war - Sophia N.s Eltern und Geschwister und Cousinen und so weiter saßen hinten und entrollten Transparente. Das gabs auch noch nie ... Und was war das Ende vom Lied? Genau: viele guckten nicht zu Lutz, sondern auf den Fanclub. Dafür gabs von Lutz hinterher Feuer! Aber trotzdem ist uns das Konzert ganz gut gelungen - die beiden Zeitungsvertreter, die da waren, quetschten noch den ein oder anderen Schmetterling aus.
 Aber es hatte ihnen offenbar gefallen! Die Heimfahrt war bissel abenteuerlich. Es gibt ja das Sprichwort: Alle Wege führen nach Rom. Das müssen wir ändern: "Alle Wege führen wieder nach Bad Kreuznach hinein." Irgendwie haben wir mehrmals Anlauf gebraucht, um endlich unsere Route nach Hause zu finden. Die Umleitungsschilder haben uns ziemlich verwirrt gemacht. Aber wir kamen dann doch wohlbehalten zu Hause an! Danke, Jürgen! Nachdem fast alle schliefen überkam unsere Marie der Drang, doch noch mal die Toilette aufzusuchen. Dabei landete sie in der Behindertentoilette. Dass das, was sie nach ihrem Geschäft betätigte, nicht die Spülung war, das merkte fast jeder Schmetterling, denn es schallte ein lauter Hupton durchs Haus. Marie hatte die Notklingel erwischt ... Wird ihr wohl so schnell nicht wieder passieren, oder?

Samstag, 13.Oktober 2007
Heute war noch einmal konzentriertes Arbeiten nötig. Nachdem wir gestern und heute unser "Himmelslichter"-Konzert gaben, ist morgen wieder ein ganz anderes Programm dran - und auch das muss vorbereitet werden. Doch neben allem Üben nahmen wir uns auch die Zeit, nach Mainz zu fahren (ist ja nur ein Katzensprung) und den Dom anzuschauen. Ein beeindruckendes Bauwerk, wenn auch ein bissel finster ... Nachdem wir dann leckeren Spargel gegessen hatten (der Höhepunkt des Kinderchoressens für Lutz und viele andere), machten wir uns auf den Weg in den Taunus: Brombach (Schmitten) war unser Ziel. Dort haben wir schon einmal gesungen (2002) und vor unserer USA-Tour 2003 eine Nacht geschlafen. Auch hier hatte sich die Gemeinde ganz toll vorbereitet auf unser Kommen. Nach Stellprobe und Ansingen gab es ein köstliches Abendbrot. Und viele bekannte Gesichter begrüßten uns. Schön, wenn man kommt und sich kennt! Auch hier gelang unser Konzert recht gut, auch wenn einige nicht mitsingen konnten, weil der Hals oder der Kreislauf streikte. Auch an diesem Abend kamen wir wohlbehalten wieder in Kostheim an. Harald trieb uns in die Betten - einige wollten zwar nicht, aber er hatte ja recht: morgen müssen wir früh aufstehen und fit sein!

Sonntag, 14.Oktober 2007
Wie angekündigt wurden heute alle sehr früh geweckt - wir mussten ja alles packen, frühstücken und auch noch Ansingen. Aber geübt, wie wir nun einmal darin sind, ging alles schneller als gedacht. So konnte Lutz mit uns auch noch mal paar schwierige Dinge üben. Die Kirche füllte sich langsam und war kurz vor Beginn richtig voll. Die Gemeinde freute sich auf unseren Auftritt. Und wir auch. Schließlich wollten wir mit diesem Konzert auch "Danke" sagen für die tolle Woche, die wir in ihrem Gemeindezentrum verbringen durften. Alle legten sich noch mal mächtig ins Zeug. Den Chormuttis und Jürgen wurde gedankt, der Gemeinde und dem Gemeindepastor. Doch dann kam das, was bei so einem Konzert immer kommen muss: die Verabschiedung derer, die aus dem Chor herausgehen: Adde, Marie, Sophia E., Maddin und Erik. Die fünf hatten ein kleines "Kulturprogramm" vorbereitet, in dem deutlich wurde, wie wertvoll ihnen die Zeit im Kinderchor war. Dabei flossen schon so einige Tränen, nicht nur bei den fünf. Nach mehr als 2 Stunden und einigen Zugaben war das Konzert dann vorbei und alle stürzten sich auf das Mittagessen, das die Gemeinde uns zubereitet hat. Es war lecker, wenngleich die Bohnen uns dann auf der Heimfahrt im Bus etwas zu schaffen machten. Die Fahrt verlief recht ruhig - es gab viel zu erzählen, viele schliefen, es wurde gesungen, eine Kinderchor-DVD geschaut usw. Letztlich waren wir ziemlich spät am Abend alle wohlbehalten zu Hause angekommen.

Danke, lieber Gott, dass Du in dieser Woche mit uns gewesen bist und Deine Hände über uns gehalten hast! Wir bedanken uns auch noch einmal herzlich bei unseren Gastgebern, den Kostheimern, bei ihrem Pastor Markus Weber, bei unseren Chormuttis Helke, Estrid und Andrea, natürlich bei Harald, der noch einmal in Vertretung von Eva mitgefahren ist und bei Lutz. Auch unserem Jürgen noch mal vielen Dank für die gute Fahrt! Allen Schmetterlingen eine behütete Zeit, bis wir uns wiedersehn am 1.Mai 2008 in Chemnitz!