Die Schmetterlinge in Konstanz am Bodensee


Am Montag, dem 17.Oktober, war es endlich wieder so weit - die Schmetterlinge gingen auf große Tour! Von Rauschau aus über Schwarzenberg, Aue und Zwickau sammelte Andreas die Schmetterlinge mit dem Meichsner-Bus ein. Und auf gings. Die Schmetterlinge waren voll froher Erwartung und Vorfreude. Und natürlich gab es viel zu erzählen.
In der EmK Konstanz angekommen wartete schon ein leckeres Abendbrot auf uns - echte schwäbische Maultaschen. Maultaschen sind ja echt lecker. Kartoffelsalat auch. Aber alles zusammen mit "Brieh" (also Soße) auf einem Teller ist schon etwas gewöhnungsbedürftig ... Viele haben sich dann an "Trennkost" versucht - erst die Maultaschen, dann der Kartoffelsalat, oder umgekehrt ... Aber alle sind satt geworden. Ein herzlicher Dank an die Gemeinde!
Dann wurden die Schlafgemächer in Besitz genommen, die Luftmatratzen aufgeblasen und sich häuslich eingerichtet. Und natürlich, wie sollte es anders sein, Lutz trommelte noch mal alle zusammen, um die Stimmen zu sortieren und ein wenig zu üben.
Am späten Abend gab es dann noch eine Gute-Nacht-Geschichte - Verona las aus dem neuesten "Sams".

Am Dienstag (den 18.Oktober) wurden alle von Verona geweckt. Um 9.00 Uhr gab es ein tolles Frühstück, das uns die Chormuttis zubereitet haben. Der Tisch war reichlich gedeckt mit Wurst, Käse, verschiedene Marmelade, Schokolade, Honig usw.
Danach war eine Freiluft-Morgenandacht angesagt. Das Motto war: Wie kriegen wir alle von uns über eine auf Brusthöhe gespannte Leine, ohne dass diese berührt wird und ohne dass jemand zurückgeht? Spannende Sache! Sogar Lutz spielte mit und musste drüber gehievt werden. Aber es gelang. Wir können uns auf uns verlassen. Einer trägt den anderen. Und gemeinsam gelingen uns Sachen, die wir gar nicht für möglich gehalten haben.
Ansonsten war heute Üben angesagt. Und das bei dem schönen Wetter. Den ganzen Tag üben, natürlich mit ein paar Pausen. Auch der Dienstag endete mit der samsigen Gute-Nacht-Geschichte.

Da am Vorabend nicht alle schnell eingeschlafen sind, fiel es den ersten am heutigen Mittwoch (19.Oktober) schon schwerer, aus den Federn zu kommen.
Auch heute gab es nach dem Frühstück eine Action-Andacht im Freien. Ein dickes Seil wurde zusammengebunden, die Kinder stellten sich dicht gedrängt im Kreis auf und hielten das Seil auf Brusthöhe gespannt. Auf diesem Seil konnte man tatsächlich gehen!!!!! Sogar Lutz versuchte sich, und (obwohl er es selber nicht glauben wollte) es funktionierte! Der Chor trägt seinen Chorleiter! Eine tolle Idee, Verona!
Nach einem übungsreichen Vormittag und einem von Mandy, Dagmar, Conny und Andrea gekochtem Mittagessen machten wir uns
 auf eine erste Tour. Unser Weg führte uns nach Kreuzlingen in die Schweiz. Dort wurden wir in im Altenpflegeheim Abendfrieden bereits erwartet. Wir gestalteten eine Stunde Programm und die alten Menschen waren geradezu begeistert. Eine Frau rief immer: "Die singen aber schön!" (allerdings auf schweizerdeutsch). Dann erhielten wir noch einen Imbiss und machten uns auf den Rückweg.
Heute war nämlich Gruppenabend angesagt. Wir machten jede Menge lustiger Spiele (z.B. das Demonstrantenspiel, Tierfamilienpolonaise, das Mörderspiel usw), sangen natürlich miteinander und naschten Knabberkram. Die Erwachsenen bekamen vom Chor jeder einen tollen selbstgebastelten Kalender geschenkt. Wir verabschiedeten Andrea nach 16 Jahren Chormutti-Dasein mit einer großen Bildcollage. Sie hat es geschafft, nicht zu weinen!!! Danke, liebe Andrea, für die vielen Jahre Deines Einsatzes für uns! 
Ein bisschen später als sonst gings heute in die Betten.

Am Donnerstag (20.Oktober) war wieder so eine Action-Andacht - diesmal jedoch drinnen - draußen war es zu feucht. Heute sollten sich Paare finden und einer den anderen, der verbundene Augen hatte, durchs Haus führen auf verschiedene Art und Weise. Da war schon Vertrauen einerseits und Konzentration andererseits nötig!
Heute war ein reiner Übungstag - den ganzen Tag über wurde musiziert, gesungen, getrommelt, gespielt, gelernt und Neues ausprobiert.
Wir wählten auch zwei neue Mitglieder in den Chorvorstand: Anna-Maria und Simeon, letzteren in Abwesenheit.
Je länger der Tag wurde, desto deutlicher merkte man, dass alle ganz schön müde waren ... 
Auch die Abgänger aus dem Chor hatten heute ihren Abend. Sie verabschiedeten sich einfalls- und tränenreich. Ein Gedicht wurde vorgetragen und ein Lied. Und es gab tolle Abschiedsgeschenke. Dabei wurde deutlich, wie prägend doch die Zeit im Kinderchor ist.
Und den Sams gabs auch heute abend.

Der Freitag (21.Oktober) versprach, ein schöner Tag zu werden. Es war schön draußen, aber ziemlich kalt. Aber immerhin konnte
 die Andacht draußen stattfinden. Ein großes Spinnennetz aus Seilen erwartete uns - jeder musste, ohne das Netz zu berühren, hindurch schlüpfen, wobei jedes Loch nur drei Mal verwendet werden durfte. Ein ziemliche Herausforderung, an der wir scheiterten. Ohne Berührung gings dann doch nicht ...
Nachdem wir am Vormittag noch ein wenig übten, machten wir uns nach leckerem Spargel-Mittagessen dann auf den Fuß-Weg nach Konstanz. Ziel war das Sea-Life-Center direkt am Bodensee gelegen. Das war vielleicht interessant: Haifischfütterung, Pinguinfütterung, Unterwasserwelten ... einfach super! Eine gute Idee, da vorbeizuschauen.

Andreas lud uns danach in den Bus und es ging nach Friedrichshafen - einen Teil der Strecke mit der Fähre.  Die EmK in Friedrichshafen sieht von außen aus wie eine Fabrikhalle (was sie wohl auch mal war), von innen jedoch ist sie ganz toll und hat eine tolle Akustik. Das Singen fällt da richtig leicht. Ein Abendbrot war schon vorbereitet - es gab Maultaschen, die ein bisschen anders schmeckten als die in Konstanz. Das Gericht scheint variabel zu sein. Dankeschön für das Essen!!! Dem Pastor war es ein bisschen peinlich, dass nur wenige Zuhörer kamen, aber das Singen hat uns trotzdem viel Spaß gemacht. Es kommt nicht immer auf die Masse an!
Andreas hat uns dann noch gut nach Hause kutschiert, auch wenn es spät wurde.

Auch am Samstag (22.Oktober) fand eine Action-Andacht statt - diesmal wurden Gruppen eingeteilt, die eine Schlange bilden sollten. Nur der/die Letzte der Schlange konnte etwas sehen. Reden durfte niemand. Ein Erwachsener sollte die Schlange dann über einen Parcours führen, wobei der Letzte der Schlange durch vorher ausgemachte Zeichen dem Ersten der Schlange "zeigen" musste, wohin er zu laufen hatte. Das war vielleicht schwierig!
Am Vormittag bereiteten wir uns noch auf das Konzert am Abend vor. Und auch heute gings nach dem Mittagessen gleich los - Ziel war diesmal der Rheinfall bei Schaffhausen in der Schweiz. Das war übrigens kein Reinfall, sondern eine ganz tolle Sache. Schon beeindruckend, mit welcher Gewalt da das Wasser in die Tiefe stürzt. Mit einem kleinen Boot setzten wir sogar zu den kleinen Felsen in der Mitte des Rheins über und kletterten hinauf. Toll!
Dann ging es weiter zur EmK nach Überlingen. Auch dort wurden wir schon erwartet mit einem ganz besonderen Abendbrot - Premiere für den Kinderchor - tatatataaa: Hamburger zum Selberbasteln. Eine super Idee! Viiiiiielen Dank dafür! Jetzt rochen zwar fast alle nach Zwiebeln, besonders Lutz, aber die Zuhörer blieben doch alle da. Auch hier in der Überlingener Kirche fällt das Singen ganz leicht und klingt gut. Und wir mussten, wie schon in Friedrichshafen, einige Zugaben geben. Da kann es mit der Zwiebel dann doch nicht so schlimm gewesen sein ... ;-) Auf dem Bild rechts ist eine Gruppen-Physiotherapie zu sehen ...


Am Sonntag, 23.Oktober, mussten wir schon früh aufstehen. Denn wir mussten uns selber in Schale werfen, frühstücken, Taschen packen, den Bus mit den Taschen bepacken und sämtliche Räume kehren, aufräumen und einräumen. Und dann auch noch Stellprobe und Ansingen ... Aber wir haben alles geschafft.
Um 10.30 Uhr begann der Gottesdienst und wir zeigten uns nochmal von unserer besten Seite. Auch hier wurden Zugaben gefordert!
Ihr lieben Konstanzer: Wir waren gern bei Euch zu Gast! Danke, dass Ihr Eure Türen für uns geöffnet habt, danke, dass Ihr eine Woche lang Eure Wochenveranstaltungen woanders abgehalten habt, danke, dass wir bei Euch sein durften. Danke auch den Pastorsleuten, dass sie uns in dieser Woche ertragen haben und uns nicht böse waren, als diese Lampe (irgendwie) zu Bruch ging ... 
Nach dem Gottesdienst wurden die Instrumente zum Bus gebracht und wir fuhren los, Richtung Heimat. Nachdem wir schon unterwegs einige Schmetterlinge ausgeladen haben, landeten wir gegen 22.00 Uhr am Zwickauer Bahnhof. Für einige ging der Weg dann noch weiter ins Erzgebirge oder nach Chemnitz oder Dresden bzw ins Vogtland. Viele waren ziemlich spät zu Hause. Aber Gott hat uns behütet und wir sind alle gut nach Hause gekommen.
Danke auch an Andreas, der uns wieder gut gefahren hat und bei vielen Sachen wie selbstverständlich mit zugegriffen hat. Und das, obwohl er von Lutzens Schnarchen geschwächt war ... ;-) Ein herzlicher Dank auch an die Chormuttis, die ganz toll gekocht und im medizinischen sowie im Heimweh-Bereich wahre Wunder vollbrachten. Nicht zuletzt danken wir Gott, unserem Herrn, der seine Hände über uns gehalten und uns zu vielen guten Erfahrungen verholfen hat.