Die Schmetterlinge in Freiburg (Breisgau)(29.Oktober bis 04.November)


Lange hat es diesmal gedauert ehe wir uns wiedersahen. Aber am 29.Oktober war es endlich so weit. Am frühen Morgen startete der Meichsner-Bus mit Andreas als unserem Fahrer in Raschau. Über Aue und Zwickau führte zunächst die Fahrt, bis wir alle Schmetterlinge aufgelesen hatten. D.h. nicht ganz alle, Sarah kam bei Stuttgart dann noch hinzu.
Am Nachmittag hatten wir bereits unser Ziel erreicht - kein Stau - schneller als gedacht! Die Ludwigsgemeinde Freiburg-Nord hatte uns eingeladen: www.pfarrgemeinde-nord.de. Wir schauten uns zunächst einmal überall um und nahmen natürlich gleich alles "in Besitz", Kantorin Karolin Pöche zeigte uns geduldig alles.
Ein leckeres Abendbrot hatte die Gemeinde für uns vorbereitet und eine erste Probe gab es auch schon.
Müde nach dem langen Tag freuten wir uns aber schon auf unsere Quartiere. Ein herzliches Dankeschön nochmal an alle, die ihre Türen und Herzen für uns geöffnet haben! Es war toll, Euch kennen zu lernen und Eure Gastfreundschaft zu erleben und zu genießen! Jeder von uns fand sein Bett und alle waren glücklich.

Am Dienstag Morgen begann Verona den Tag mit einer Andacht. Familiengeschichten begleiteten uns durch die Tage unserer Chorwoche. Heute ging es um Väter - um unsere eigenen Väter und natürlich um unsere Beziehung zu Gott, als unserem Vater. In unseren Familiengruppen gab es genügend Zeit, darüber im Gespräch zu sein.
Dann gab es einen langen Probentag - Altes wurde aufgefrischt, Neues gelernt. Die Gastkinder hatten es dabei natürlich nicht ganz leicht, überall mitzukommen. Doch es gab genügend Schmetterlinge, die ihnen dabei halfen.
Die Akustik der Ludwigskirche ist für Probenarbeit nicht ganz einfach. Es strengt ziemlich an, hier zu singen, aber trotzdem macht es viel Freude!
In den Pausen wurde natürlich ordentlich Fußball oder Tischtennis oder Tischkicker gespielt - die Ludwigsgemeinde hat dafür tolle Möglichkeiten! Tolle Möglichkeiten hat unsere Gastgebergemeinde auch in ihrer Küche, in der unsere Chormuttis Dagmar, Conny und Mandy sich richtig ins Zeug legten.
Müde und abgekämpft ging es am Abend in die Quartiere. Es soll aber dennoch einige Schmetterlinge gegeben haben, die nicht gleich schliefen ...

Auch der Mittwoch begann mit Familiengeschichten. Diesmal ging es um unsere Mütter und darum, dass auch Gott oft wie eine Mutter zu uns bzw. für uns ist.
Der Vormittag war wieder angefüllt mit Proben, wie sollte es auch anders sein. Schließlich hatten wir heute schon unseren ersten Auftritt. Da gab es noch einiges zu tun. Nach der Probe war T-Shirt-Anprobe. Und nach dem Mittagessen ging es zu Fuß ins nahe gelegene Blindenheim. Dort füllten wir mit unseren Liedern eine knappe Stunde. Unsere Lieder und Musikstücke kamen gut an und die Leute drückten durch ihr Lachen und durch ihre Worte ihren Dank aus. Auch für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt.
Nach dem Singen hatten wir noch die Gelegenheit, in die Stadt zu gehen, was die meisten auch nutzten.
Am Abend war dann der "bunte Abend" des Chores. Die Vorstandsmitglieder hatten sich wieder gut vorbereitet und spielten mit uns allerlei lustige Spielchen, wie die Bilder sicher zeigen ... Die Quartiereltern, die zum Abholen kamen, werden sich da wohl ein bissel die Augen gerieben haben.

Nach einer weiteren Familienandacht (diesmal ging es um unsere Großeltern) war am Donnerstag-Vormittag wieder Probe angesagt. Es gab noch einige Sachen, die geübt werden mussten, allen voran unser David-Musical, das bisher bissel zu kurz kam. Aber es lief ganz gut an diesem Vormittag.
Am Nachmittag zeigte uns Karolin Freiburg. Über den alten Friedhof ging es ins Stadtzentrum. Im Münster durften wir sogar zwei Lieder singen. Ein tolles akustisches Erlebnis. Einige ergriffen die Chance, ein weiteres Mal in Grüppchen durch die Stadt zu ziehen (leider war nix mit Shoppen, denn es war Feiertag). Andere folgten Karolin noch ein Weilchen, bis es zu regnen anfing.
Nach dem leckeren Abendbrot, das unsere Chormuttis wieder gezaubert hatten, war es der Abend der Verabschiedung derer, die den Chor nun verlassen müssen. Gleich von acht Schmetterlingen mussten wir uns trennen: Nina, Sarah, Sophia, Klara, Judith, Johanna, Martha und Simeon. O Mann, das war wieder eine feuchte Angelegenheit ... Zum Glück hatte Dagmar gleich ne ganze Küchenrolle parat! Und die Quartiereltern dachten bestimmt, dass Kinderchor 'ne traurige Sache ist.

Am Freitag ging es in der Andacht um unsere Geschwister - immer auch mit dem Blick auf unsere Beziehung zu Gott. Unser Simeon feierte heute seinen 18.Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch!
Auch heute Vormittag wurde geprobt, Martha leitete die Probe, denn Verona und Lutz sowie der Chorvorstand hatten Prüfung, d.h. nicht sie wurden geprüft, sondern sie prüften und verhalfen dabei dem Kinderchor zu vier weiteren Schmetterlingen: Naemi, Salome, Annika und Philipp.
Bereits 12.30 Uhr saßen wir dann alle im Bus. Ziel war zunächst ein Kletterpark in der Nähe von Freiburg. Alle, die halbwegs fit waren, freuten sich schon darauf. Andreas und Lutz waren mit den "Invaliden" und Lustlosen in einem nahe gelegenen Städtchen unterwegs - der Name fällt mir grad absolut nicht ein ...
Nach unfallfreiem Klettern ging es dann gegen Abend weiter nach Bötzingen. Dort wurden wir in der Evangelischen Kirche bereits erwartet (www.ekiboetz.de). Es waren auch eine ganze Menge Leute gekommen. Das Singen dort machte uns große Freude - es ging so leicht. So wäre es auch ein ganz guter Auftritt geworden, wenn wir nicht so unkonzentriert gewesen wären. Da waren plötzlich Noten weg, der Notenständer stand auf der falschen Seite, oder das Instrument ... jaja, so sind sie, die Schmetterlinge ... Aber auch den Leuten hat es offensichtlich Spaß gemacht, uns zu hören. Andreas brachte uns dann alle wohlbehalten zurück nach Freiburg, wo es gleich in die Quartiere ging, denn es war ja schon spät!

Am Samstag erweiterten wir unsere Familiengeschichten hin zu "Freundesgeschichten". Was wären wir ohne Freunde?! Und ist es nicht auch so, dass Gott für uns wie ein guter Freund ist?
Im Nachgang zu gestern Abend gab es noch einiges zu proben. Damit war der Vormittag ausgefüllt. Außerdem mussten wir die Kirche auf- und überhaupt räumen. Aber alle packten mit an, so dass das schnell getan war.
Dann kutschierte uns Andreas zur "Schau-ins-Land-Bahn". Die Fahrt auf den Berg genossen wir natürlich. Herrliche Aussicht auf die Vogesen und die Alpen! Karolin führte uns dann eine kleine Runde auf und um den Gipfel herum, vorbei am Engländerdenkmal zurück zur Bahnstation.
Wieder unten angekommen brachte uns Andreas nach Lahr in die dortige EmK-Gemeinde (www.emklahr.de). Hier wurden wir bereits mit einem leckeren Essen erwartet. Mit vollgestopften Bäuchen mussten wir dann singen - diesmal war unser "David" dran. Johanna und Eduard schlugen sich tapfer als Sprecher. Kaum war alles zu Ende wurden wir schon wieder verwöhnt, diesmal mit Kuchen und Getränken. Trotz eines anstrengenden Tages hatte wohl jeder von uns mindestens 1 kg zugenommen, mindestens!
Andreas brachte uns dann wieder gut zurück nach Freiburg, wo uns die Quartiereltern bereits erwarteten.

Am Sonntag ging es schon früh los. Bereits um 08.30 Uhr mussten wir alle da sein, denn unser Gepäck musste ja in den Bus eingepackt werden und ansingen mussten wir schließlich auch noch. Am Anfang klang das alles noch ziemlich müde. Doch der Gottesdienst wurde heute was ganz besonderes für uns: wir feierten ihn mit unierter Liturgie und Abendmahl. Alle konzentrierten sich nochmal richtig. Aber das Üben in der Kirche zahlte sich heute aus. Alles gelang gut (vor allem viel besser als beim Ansingen), auch unser "Umzug" auf die Empore während des Abendmahles. Pfarrerin Friederike Folkers hielt eine gute Predigt zu einem unserer Lieder aus dem Musical "Himmelslichter", das wir nach der Predigt natürlich auch sangen.
Und am Ausgang spürten wir noch einmal die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Gemeinde. Viele warteten noch, bis wir alle im Bus saßen (und das dauerte!!) und unseren Heimweg antraten, und winkten uns nach.
Nach einer unfall- und staufreien Fahrt waren wir gegen 20.00 Uhr in Zwickau und gegen 21.00 Uhr in Raschau. Auch die Dresdner und Vogtländer sind gut heimgekommen. Wie wohl die Schmetterlinge am nächsten Tag in der Schule geguckt haben, das ist zum Glück auf keinem der Fotos hier festgehalten ...

Schön wars ins Freiburg! Viele gute Erinnerungen gehen mit uns. Ein herzliches Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben, ganz besonders nochmal an unsere Gastgeber in der Ludwigsgemeinde. Vergelt's Euch Gott! Und Dir, lieber Andreas: Allzeit gute Fahrt!