Die Schmetterlinge in Bodelshausen (Baden Württemberg) - 27.Oktober - 02.November 2014


Am Morgen des 27.Oktober begann unsere Reise in den Süden Deutschlands. Langsam füllte sich der Bus, den wieder unser Andreas steuerte. In Zwickau stiegen die letzten zu. Die Vorfreude auf eine tolle Chorwoche war groß. Lange genug haben wir ja auch gewartet. Die Fahrt verlief reibungslos und bereits am Nachmittag kamen wir in Bodelshausen an. Eine tolle moderne Kirche erwartete uns, und eine offene, freundliche Gemeinde. Im Nu haben wir von der Kirche Besitz ergriffen - die Tischtennisplatte war schnell gefunden und bereits nach wenigen Minuten hörte man schon die ersten Töne - gesungen und/oder gespielt. Von Montag bis Mittwoch standen fast ausschließlich Proben auf unserem Plan - natürlich gab es auch Pausen dazwischen. Diesmal machte uns vor allem das Klavier Sorgen - nein, das Bodelshausener Klavier war top, aber unsere Pianisten waren entweder krank und gar nicht mit dabei oder verletzt und dadurch gehandicapt oder haben das Pensum noch nicht geschafft. Respekt an all unsere Pianisten, die in dieser Woche dann richtig geackert, sich zusammengesetzt, gemeinsam geübt und zum Teil auch sehr individuelle und unkonventionelle Lösungen gefunden haben, bis hin zu "Duetten", in denen einer die rechte und ein anderer die linke Hand übernahm. So konnten wir am Ende doch alle Lieder begleiten, was am Anfang der Woche undenkbar schien. An jedem Morgen hatten wir eine gemeinsame Antwort - diesmal zog sich das Thema "Krieg und Frieden" durch die Woche. In den Familiengruppen war Gelegenheit, auch ganz persönlich über die Themen zu reden. Am Mittwoch-Abend gab es den traditionellen Gruppenabend, der immer vom Chorvorstand vorbereitet und geleitet wird. Ein sehr lauter und lustiger Abend! Danke für Eure Mühe! Ab Donnerstag ging es dann auch auf Reisen. Zunächst fuhren wir am Donnerstag Mittag nach Metzingen und besuchten die dortige "Kletterkirche" und probierten das natürlich auch aus! Ich dachte ja immer, Schmetterlinge könnten fliegen, aber die Schmetterlinge, die da zu sehen waren, glichen eher Spinnentieren, die sehr geschickt die Wände hochkraxelten. In der EmK in Mössingen haben wir dann am Abend gesungen. Ein Abend, der uns viel Spaß gemacht hat (und wohl nicht nur uns, sondern auch unseren Zuhörern). Am Freitag haben sich, nachdem wir am Vormittag nochmal geprobt haben, die Abgänger verabschiedet mit einem kleinen Programm. Da sind wieder viele Tränen geflossen, was allerdings auch zeigt, wie verbunden sie doch mit dem Chor sind. Danach sind wir nach Freudenstadt gefahren und haben die Stadt ein wenig unsicher gemacht, Eis gegessen, auf dem Spielplatz getobt usw. Und dann führte uns unser Weg in ein kleines Dorf bei Freudenstadt, Herzogsweiler. In der kleinen EmK im Ort wurden wir bewirtet und in der ebenfalls kleinen Lutherischen Kirche durften wir singen - ein wirklich schöner Abend. Das Konzert wird wohl in die Geschichte eingehen, als das "Konzert mit Katze", denn gegen Ende des Konzertes kam eine Katze durch die geöffnete Tür und huschte zwischen den vielen Kindern hin und her, was natürlich für viel Heiterkeit sorgte. Am Samstag erklommen wir die Burg Hohenzollern. Ein ganz schön steiler Aufstieg! Aber es lohnt sich wirklich. Wir genossen die herrliche Aussicht, das Flair der Burg und die Ausstellungen. Dann fuhren wir weiter nach Reutlingen, um dort am Abend in der EmK zu singen. Auch hier wurden wir freundlich empfangen und hatten viel Freude mit unseren Zuhörern. Am Sonntag haben wir trotz Müdigkeit nochmal alle Kräfte mobilisiert, um unseren Gastgebern einen schönen Gottesdienst zu gestalten. Die Kirche war voll besetzt! Nach dem Gottesdienst verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern schweren Herzens. Wir haben die Zeit in Bodelshausen sehr genossen und sind der dortigen Gemeinde sehr dankbar für ihre Gastfreundschaft und ihre freundliche Offenheit. Nach einer langen Busfahrt sind dann am Abend auch alle wieder wohlbehalten nach Hause gekommen. Für viele war das ganz schön hart, dass sie am Montag gleich wieder früh aufstehen mussten, weil die Ferien zu Ende waren. Wir sind sehr dankbar, dass alles gut gegangen ist und wir behütet waren in diesen Tagen. Danke, Gott, dass Du es wieder gut mit uns gemeint hast!